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Zwischenbilanz und Perspektiven.

Der Krieg in der Ukraine beschäftigt Europa und die Welt. Sicher ist, dass das Ereignis umfassende systemische Auswirkungen hat. Manche in Deutschland sprechen von einer „Zeitenwende“; andere vom „Tod der europäischen Nachkriegsordnung“; wieder andere von einem Schub für die „Re-Globalisierung“, also eine fundamentale Änderung und Reform bisheriger globaler Mechanismen und Selbstverständnisse. Positiver gestimmte Beobachter wiederum sehen – nach vielen Jahren friedenspolitischer „Appeasement“-Politik – eine europäischen „Normalisierung“ mittels Ausbalancierung von Friedens-, Verteidigungs- und Staatspolitiken sowie einen starken Impuls für das europäische Einigungsprojekt. Zugleich sind die Vereinten Nationen unter den Hauptverlierern: Globalismus und Internationalismus sind schwer angeschlagen. Sicher ist: noch nie waren die EU, die globale Allianz der Demokratien und die NATO so geeint wie durch diesen Krieg. Aber es gilt auch: selten zuvor waren bekannte Ordnungsmuster so instabil. Was das für Auswirkungen hat und weiterhin haben kann, erläutert Roland Benedikter. Aufbauend auf einer Einleitung in die wichtigsten Grundlagen des Konflikts zeichnet er die Perspektiven für Europa und die internationale Ordnung.

Roland Benedikter (* 1965 in Bruneck, Südtirol) ist Politikwissenschaftler und Soziologe. Er ist Forschungsprofessor für multidisziplinäre Politikanalyse in residence am Willy-Brandt-Zentrum der Universität Breslau/Wrocław und Co-Leiter des Centers for Advanced Studies von Eurac Research Bozen. Jüngste Publikationen: “Joe Bidens Amerika. Einführung in ein gespaltenes Land” (Berliner Wissenschaftsverlag 2021 https://www.bwv-verlag.de/amerika), “The Coronavirus Crisis and its Teachings. Steps Towards Multiresilience” (BRILL 2021 https://brill.com/view/title/60830) und “Religion in the Age of Re-Globalization. A short Introduction” (Palgrave Macmillan 2022 https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-030-80857-0). Publikationen zur Ukraine-Krise (Auswahl): “East Ukraine’s Four Perspektives” (https://www.e-ir.info/author/roland-benedikter/), “Ukraine and the Interwoven Interests of America, Russia and the EU” (https://www.e-ir.info/2014/07/05/ukraine-and-the-interwoven-interests-of-america-russia-and-the-eu/). Kontakt: roland.benedikter@eurac.edu.

Freitag, 29. April, 19.30 Uhr

Kein Eintritt, jedoch sind wir für unsere Arbeit auf  Spenden angewiesen. Danke!

Anmeldung erforderlich bis Mittwoch, 27. April, 19 Uhr.

Osterpausen bedingt werden die zwischen Sa., 9. April und So., 24. April eingehenden Anmeldungen erst wieder ab Mo. 26. April bearbeitet.

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Voraussetzung für Online-Teilnahme: Zoom.

Die Online-Zugangsdaten erhalten Sie gegen 17 Uhr am Freitag, 29. April

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